Zu Vanity Fair…

…hat inzwischen fast jeder fast alles gesagt. Und viel kann man zu ihr auch nicht sagen, außer, dass die Mechanismen von Hypes immer wieder erstaunlich sind.

Wegen diesem Ding war jetzt die ganze Branche in heller Aufregung? Till Schweiger auf dem Titel – und der inhaltliche Knaller ist das „Geständnis“, dass Schweiger irgendeine Pillengeschichte bestätigt, die Lauterbach schon vor hundert Jahren in seinem Buch und die dann auch in der „Bild“ lustvoll…irgendwann Anfang 2006 war das.

Noch langweiliger als Park Avenue, und das heißt was.

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3 Kommentare

  1. …und auch visuell ziemlich bieder. Wie eine Walmdachvilla mit prätentiösem Eingangsportal aus dem Fertighauskatalog. Soll hochwertig aussehen, ist aber ästhetisch meist ziemlich peinlich.

  2. Ich wollte *eigentlich* nichts zu Vanity Fair schreiben, da ich dank Schweigespirale zu verstummen habe.

    Nun doch, weil ich von diesem Blog eine differenziertere Analyse erwartet hätte (man beschwert sich nur in In-Kneipen, nicht wo man nur Laufkundschaft ist).

    Bei Vanity Fair hilft, wenn man das Überflüssige (Schweiger, 99 % der Werbung und das sonstige Werberahmenprogramm) weglässt und einmal nur die Texte liest.

    Dafür braucht man ca. 1,5 Stunden. Und ich muss sagen, dass ich nach dieser Übung kurz davor war, das Blatt zu abonnieren.

    Dabei liese ich sonst nur noch Ökotest (damit ich nichts Falsches einkaufe im Auftrag meiner Familie), ADAC Magazin (ich habe kein Auto, aber man muss den Feind ja kennen) und Schlangenbrut (eine radikal-feministische Fachzeitschrift).

    Warum ? Weil es Luxus ist, sich eine vollkommen überflüssige Zeitschrift zu kaufen und dieser Luxus einfach Spass macht.

    Ich wette: die werden besser, pfiffiger, routinierter und in einem halben Jahr werden die meisten bestätigen, wie toll sie das Blatt schon immer gefunden haben.

    Beim Start von FOCUS war es nämlich genauso… erinnert sich nur heute keiner mehr dran.

    Mit kollegialen Grüssen
    tw

  3. Geschmackssache…ich bin bis heute mit dem Focus nicht richtig warm geworden, aber das ist natürlich mein ureigenstes Problem 🙂

    Was den Luxus angeht: Klar lese ich auch gerne mal“überflüssige“ Geschichten, aber die müssen dann schon wirklich gut sein. Das fehlte mir bei Vanity Fairs Debut. Irgendwas Herausragendes, irgendetwas, was man um seiner selbst lesen würde, selbst wenn um Fischfang vor der chilenischen Küste gehen würde.

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