Der wunderliche ESC

Wenn man übrigens wissen will, mit welchen Problemen sich die ARD in der Samstagabend-Unterhaltung zu quälen hat, reicht es völlig, sich den gestrigen ESC noch einmal anzusehen, insbesondere das Warm-up, das ab 20.15 Uhr auch den letzten Nerv eines normal denkenden Menschen lahmlegte. Eine Moderationsmaschine namens Katja Wunderlich, die schon das Radiohören auf Bayern 3 an Wochenvormittagen schwer erträglich macht, ansonsten Dieter Bohlen-Festspiele, nur der echte Bohlen mochte nicht kommen. Stattdessen Mark Medlock und Daniel Schumacher und als mänlicher Moderator das abgelegte Bohlen-Fistelstimmchen Thomas Anders. Hätte nicht Guildo Horn „Moskau“ so wunderbar neu aufgelegt, man wäre nach drei Minuten eingeschlafen und bei Paul Potts wieder hochgeschreckt, weil man sich gefragt hätte, warum jetzt schon Samstag abends Telekom-Werbungen in der ARD laufen. Platz 20 für das deutsche Gesummsel zwischen moldawischer Folklore und finnischen Merkwürdigkeiten war dann auch völlig verdient und alles in allem habe ich mich nach dem Abend mal wieder gefragt, warum diese Veranstaltung noch lebt. Die taugt ja nicht mal mehr für lustigen Kult.

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