Das Schweigen der Banken

Heute habe ich es aufgegeben: Nach diversen Mails und zwei Telefonaten und einem beredten Schweigen hat die Pressestelle des Bankenverbandes in Berlin heute eine Mail bekommen, in der ich mich für die Nicht-Informationen bedanke und auf weiteren Kontakt verzichte. Eigentlich hatte ich ein Stück zur Kreditklemme machen wollen, insbesondere auch im Hinblick darauf, dass die Märkte gerade mit Geld geflutet werden und die Politik die Banken aufgefordert hat, dieses Geld in den Wirtschaftskreislauf zu pumpen und gleichzeitig die damit verbundenen günstigeren Zinsen an die Kunden weiterzugeben.

Wie man weiß, wenn man mit Banken zu tun hat: Das wird nicht passieren. Und sie werden auch dafür wieder gute Ausreden finden.

Die Macht der Branche ist immer noch ungebrochen, leider. Wenn sie nicht will, schweigt sie einfach; es ist nicht das erste Mal, dass ich das beobachte. Ist ja auch kein Wunder: Gelerntes Verhalten bei ihr bedeutet zu wissen, dass gegebenenfalls allen etwas passieren kann, nur ihnen nicht. Sie sind ja schließlich systemrelevant.

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