Von Landeiern und Pressestellen

Nicht viel los hier momentan, sorry, ich weiß. Aber momentan gibt es so viele Baustellen, dass ich kaum dazu komme, diese Seite hier halbwegs zu pflegen. Eine bloggerische Todsünde, ich weiß. Aber man lebt eben nicht nur vom Bloggen alleine. Dabei hätte es in dieser Woche schon das eine oder andere gegeben, über das man hätte schreiben können. So reicht es halt nur zu einem kurzen Rundumschlag.

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Man kann beispielsweise schon staunen, wie das alles bei der „Passauer Neuen Presse“ läuft.  Besser gesagt: Die Vermutung drängt sich mehr und mehr auf, dass das, was das passiert, allmählich zum Dauerzustand wird. Da wird beispielsweise ein gerade erst vor drei Monaten eingekaufter Vizechefredakteur plötzlich zum Leiter der Landkreis-Redaktion, während der andere stellvertrende Chefredakteur inzwischen als ganz normaler Redakteur in irgendeiner Lokalredaktion eingesetzt wird.  Das hinter der Personalpolitik der Verlegerin auch nur ansatzweise ein System außer etwas launenhafte Wilkür steckt, lässt sich kaum erkennen. Und dann gibt es da noch einen ehemaligen „Bild“-Redakteur, der als externer, aber dennoch weisungsbefugter Quälgeist die Redaktion so nervt und drangsaliert, dass sich der BJV genötigt sah, der Verlegerin einen geharnischten Brief zu schreiben. Wer irgendwie kann, der verlässt den Laden. Gilt für die Leser — angesichts sinkender Auflagen — offenbar ähnlich. Mehr dazu wie immer beim Kollegen vom „Bürgerblick“ in Passau.

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Der Vorsitzende des Bankenverbandes gab sich zerknirscht: Es habe in der Vergangenheit zu viele Banken gegeben, die zu wenig, falsch oder gar nicht kommuniziert hätten, sagte der Präsident des Ladens bei der Überreichung des Anti-Preises „Verschlossene Auster“ durch das Netzwerk Recherche. Äh, Herr Präsident, wenn Sie das hier zufällig lesen sollten, könnten Sie evtl. auch mal mit Ihrer eigenen Pressestelle reden? Zwei Anrufe, vier Mails, keine Reaktion — nach vier Wochen. Und nachdem auch die Kollegen der Dresdner Bank/Commerzbank beharrlich schweigen, bin ich mir immer noch nicht sicher: Sitzen in den Pressestellen eher lustlose Kollegen – oder hat das Schweigen dann doch Methode? Da sind die Sparkassen-Leute wenigstens konsequenter und ehrlicher: Die sagen gleich, dass sie nix sagen wollen. Auch eine Art von Öffentlichkeitsarbeit.

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Verschwiegen oder lustlos, das fragt man sich auch angesichts der Arbeitsweise der Kollegen bei Vodafone: Gerne kümmere man sich um meine Anfrage und melde sich „in den kommenden Tagen“ wieder. Das ist ein, nunja, dehnbarer Begriff. Bin gespannt, wie weit er sich noch dehnen lässt; für meinen Geschmack ist er jedenfalls überdehnt.

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Und während man bei Vodafone  und der Commerzbank wenigstens noch eine kurze Empfangsbestätigung rausschickte, hielt man bei einer Ministeriumspressestelle, die ich diese Woche für eine „BILDblog“-Recherche kontaktiert hatte, nicht mal das für nötig. Eine Antwort gab´s dann konsequenterweise auch nicht.

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Vielleicht erklärt auch das ein wenig die Schweigsamkeit dieser Woche. Eine Woche mit Banken- und anderen Pressestellen und Neuigkeiten aus der PNP; das ist nicht eben vergnügungssteuerpflichtig.

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