1000 Mikes, selbstgemacht

Zugegeben, ich bin kein großer Radio-Hörer mehr. Seit ich töchterbedingt wieder viel Antenne Bayern hören muss, habe ich den Eindruck, ich sei versehentlich in einem Remake von „Und täglich grüßt das Murmeltier“ gelandet. Ich kann inzwischen verlässlich sagen, was „Johnny B“ und „Black Betty“ und „Paparazzi“ kommen, was mich immer amüsiert, weil ich mir dann immer vorstelle, wie ein Sparkassen-Angestellter aus Germering seinen Golf Diesel aus der Doppelgarage fährt und sich bei „Black Betty“ entsinnt, dass er da vor 30 Jahren immer wüst zu gerockt udn seine ersten Vollräusche absolviert hat.  Ich glaube, mehr Titel hat der Sender momentan nicht auf der Festplatte. Das ist übigens mit den Moderatoren-Imitatoren dort ähnlich,  man ahnt eigentlich fortlaufend, was als nächstes an leicht klebrigen oder manchmal auch nur öden Moderationen kommt. Wenn die Töchter das Auto verlassen haben, schalte ich übrigens immer sofort um.

Heute dagegen — ein schöner Tipp eines alten Kollegen, ein Radio 2.0, nur im Netz, sehr interakiv, ein wenig abseitig, gerade deswegen sehr charmant: 1000Mikes, eine Plattform für mehr oder (meistens) weniger  professionelle Radiomacher.  Man kann sich dort Gedichte über Schottland anhören (eines der meistgehörten: hier) oder Eishockey-Live-Berichterstattung von den Straubing Tigers.

Radio von allen, für alle — und ich überleg mir jetzt glatt, ob ich da nicht mal einen eigenen Niederbayern-Kanal aufmache. Irgendjemand dabei? Bitte in den Kommentaren oder per Mail melden.

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