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Wie ich einmal versuchte, eine Zeitung zu abonnieren

Bisher dachte ich ja meistens über die Probleme deutscher Regionalzeitungsverlage, dass dies hauptsächlich eine Sache des Inhalts und damit der Redaktion ist. Aufzählen muss man das alles ja nicht mehr: mäßig inspirierte Mantelteile mit viel Agentur und wenig eigenem Antrieb, dazu Lokalteile, die man durchblättert – und das war es dann in den meisten Fällen auch schon wieder. Was aber, wenn die Probleme solcher Häuser tiefer gehen? So tief, dass sich eine erstaunliche Grund-Wurschtigkeit in die DNA des Verlags eingeschlichen hat, so tief, dass man Leser weniger für Kunden als für lästige Bittsteller hält? Und man denkt, Zeitung gebe es immer weiter – also eine Art Naturgesetz? Read More

Dieser Beitrag hat 9 Kommentare

  1. Uwe

    In der Wissenschaft heißt es doch, dass sich eine neue Theorie primär deshalb durchsetzt, weil die Vertreter der aktuellen/alten Theorie wegsterben.

    Ggf ist es mit Verlagen, Zeitungen und Verlegern ja ähnlich.

  2. SOE

    @Uwe: Da eine Theorie als ein System von bewiesenen und empirischen Aussagen einen Ausschnitt der Realität darstellt, bezweifele ich, dass dieser Treppenwitz unter Wissenschaftlern gebräuchlich ist. In diesem Witz wird das Wort „Theorie“ wieder wissenschaftlich falsch verwendet, daher würde ich die Hypothese aufstellen, dass die Aussage von wissenschaftsfeindlichen Gruppierungen in die Welt gesetzt wurde.

    Ist zwar OffTopic, aber Falschaussagen muss man bekämpfen, wo sie grassieren.

  3. Torsten Pauleit

    Hallo Christian,

    Amazon ist mit seinem Service bei mir schon mal über das Ziel hinausgeschossen.
    So hatte ich bezüglich einer kleinen Lieferreklamation (hier: Verpackung) 2 Tage später das Gerät (ein Bohrhammer) ein 2. mal (!) erhalten.
    Für mich – der viel im Internet bestellt – ist der Service in Deutschland bisher immer gut bis sehr gut, aber auch der Service vor Ort…

    Gruß

  4. Alex

    Versuch mal einen Termin für eine Probefahrt zu bekommen. Solange man mit dem Autohersteller direkt kommuniziert ist alles bestens, sobald der lokale Autohändler am Ball ist war es das mit Kundenzufriedenheit.
    Ich habe bei zwei Herstellern Termine gemacht und kein Autohaus hat sich bisher für die eigentliche Probefahrt gemeldet.

    Vielleicht sehen es die Autohäuser noch anders aber geht es ihnen nicht wie den Verlagen? Sie stehen in Konkurrenz mit dem Internet und wenn Sich der lokale Händler nicht bemüht suche ich mir einen anderen.

  5. Norman Omen

    Der Grund für den tollen Service in den USA ist allerdings der Tatsache geschuldet, dass man wegen jeder Kleinigkeit fristlos rausgeworfen (Angestellte) oder auf Millionen verklagt werden kann (Unternehmen). Das ist also nicht unbedingt Freundlichkeit der Freundlichkeit wegen, sondern aus blanker Angst vor Jobverlust und Bankrott. Soweit soll es auch gar nicht gehen in D. Man wäre, wie im Artikel angesprochen, schon mit simples Höflichkeitsfloskeln zufrieden. Also mit dem Minimum, was man als Kunde von jemandem erwartet, der einen als Kunde behalten will. Schönes Beispiel, wie man es nicht machen sollte, waren die ersten Jahre nach der Privatisierung der Staatsbetriebe Bahn und Post. Da war man immer der unerwünschte Kunde, der es wagt, dem hohen Beamten die Zeit zu stehlen. Bei der Telekom kommt man sich immer noch so vor, was wohl dem Quasi-Monopol bei der letzten Meile geschuldet ist. Es ist wirklich nicht schwer, Menschen zu finden, die nett und freundlich sein können. Die setzt man dann in den Kundenkontakt. Die bedanken sich für den Anruf in einer Form, dass man es ihnen auch glaubt. Die wünschen einen schönen Tag und meinen es. Die entschuldigen sich in aller Form für entstandene Mängel, Probleme und Missverständnisse und kämen niemals auf die Idee, den König Kunde zu beschuldigen (auch wenn der tatsächlich schuld ist). Firmenkontakte müssen butterweich und cremig sein, harte Autoritäten kommen erst in zweiter oder dritter Verteidigungslinie vor. Wird man gut behandelt, kommt man wieder. Wird man es nicht, gibt es 100 weitere Konkurrenten, die man testen kann. Zu manchen Läden fahren ich lange Strecken, weil ich weiß, dass die es wert sind. Und ich zahlen auch mehr.

  6. Alex

    Na ja, das mit der fehlerhaften Zustellung passiert mir auch mal, es gibt Häuser, die man sich nur schlecht merken kann und dann sind nach solchen Aktionen relativ viele Änderungen drauf, bei uns passiert das öfter, wobei die Probeabos kürzer sind. Bleibt am Ende der Tour eine Zeitung übrig, schaue ich nochmal die Änderungen durch, aber wenn mir da nix auffällt, war es dann auch, dann fahre ich nach Hause und fertig.

    Wir sind zig mal um- und ausgelagert worden, alles, was es mal extra gab, ist futsch, bei den immer neuen Verträgen weggekürzt, es gibt einen reduzierten Mindestlohn, wobei ich für die Tour zwischen einer Stunde und 15 Minuten bis 1,5 Stunden brauche, mit Liste dauert es immer einen Tick länger, aber immer nur eine Stunde angerechnet bekomme, es lohnt sich wirklich nur sehr bedingt und als Austräger kann man sich aus eben diesem Grund auch relativ viel rausnehmen …

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