Die Anheizer der Einkaufswagenchipsaffären

Der gehobene Politikredakteur in Deutschlands Redaktionen kennt vermutlich zwei wohlfeile und gerne vorgebrachte Klagen: Die eine hat zum Inhalt, dass die Talkshows die Politik zunehmend verflachen. Die andere lautet, dass die Politik generell eh so fürchterlich banal werde — und dass der Normalbürger immer unpolitischere Kriterien an die Politik anlege, statt sich schlau zu machen und wirklich über Sachthemen zu debattieren.

Ist das eigentlich ein Wunder?

Seit Tagen werden wir inzwischen gequält mit Aufmachern über die Dienstwagen-Verfehlung (die formal gar keine ist) einer Ministerin. „Spiegel Online“ beispielsweise analysiert gerade messerscharf, warum dies sogar den Wahlkampfauftakt Steinmeiers behindert — ohne dabei zu bemerken, dass man selbst einen erheblichen Beitrag dazu leistet.

In Deutschland treten weitaus mehr Politiker wegen irgendwelcher Flugmeilen oder Einkaufswagenchips zurück als wegen wirklicher Verfehlungen oder politischer Fehlleistungen. Dass Journalisten allerdings auch noch die Anheizer für die johlende Menge geben, macht die ganze Sache eher noch ein Stück unangenehmer.

(Ein paar sehr kluge Sätze dazu — hier).

Und alles Gute noch bei der Revolution

140 Zeichen erlauben nicht viel an Inhalt – und dennoch: Fast nichts gab in den letzten Monaten so viel Gesprächsstoff her wie „Twitter“. Jetzt stößt der Kurzmitteilungsdienst an Grenzen – Ende eines Hypes?

Ein paar Gesichter sind noch grün eingefärbt. Wobei es spannend wäre zu wissen, ob sie sich noch erinnern können, warum sie sich einstmals einen Revolutionsanstrich gaben – all jene Twitterer, die sich unlängst mit den iranischen Widerständlern solidarisierten, vermutlich weniger, weil sie deren Ziele unterstützten (oder gar kannten), als vielmehr deswegen, weil sie das irgendwie cool fanden: jetzt sogar eine echte Revolution, unglaublich, was dieses Twitter so alles bewegen kann. Ein kurzer Mausklick und das eigene Portraitfoto war grün eingefärbt, als Zeichen der Unterstützung derjenigen, die in Teheran twitterten, um die Welt über die Ereignisse in Iran auf dem Laufenden zu halten.

Inzwischen sind die Proteste in Iran weitgehend wieder verstummt. Und niemand spricht mehr davon, dass Twitter ein irgendwie revolutionsförderndes Tool sein könnte. Zeit also, sich mit dem 140-Zeichen-Phänomen auseinanderzusetzen, ohne dass sofort der Einwand kommen könnte, Twitter habe ja schließlich die politischen Verhältnisse in Iran grundlegend geändert.

Nüchtern und mit ein wenig Abstand von den jüngsten Geschehnissen in Iran betrachtet, ist die Sichtweise des Kulturkritikers David Golumbia ziemlich gut nachvollziehbar: Er bezweifle, so sagte Golumbia unlängst in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“, dass die Auswirkungen von Twitter auf die Revolutionäre wirklich derart groß gewesen seien, „wie einige Leute das gerne gehabt hätten“. Im Gegenteil: „Wenn man die gesamte Kommunikation betrachtet, die zu den Protesten geführt hat, tendiert Twitters Beitrag eher gegen Null.“ Technik-Fans glaubten anscheinend, man könne soziale Probleme mit digitalen Mitteln lösen. Und in der Tat: Gelöst wurde in Iran gar nichts, zumindest nichts, was unmittelbar auf Twitter zurückzuführen wäre. Zumal – ebenfalls nüchtern betrachtet – Twitter zwar ein schneller und für die Regierung in Teheran kaum zu kontrollierender Kommunikationskanal ist, dennoch aber Revolutionen und Revolutionäre sich schon immer eine Stimme verschaffen konnten, und wenn es ganz banale Flugblätter waren. Revolution und Veränderungen können jetzt zwar schneller und einfacher kommunizieren, deswegen aber macht Twitter noch lange keine Revolution.

Vielleicht hängt diese Idee, Twitter könne ganze Revolutionen machen oder wahlweise auch mal den Journalismus von heute grundlegend verändern, mit einer falschen Vorstellung zusammen. Nämlich mit der, dass es sich bei Twitter um ein eigenes Medium handle; ein sehr verknapptes zwar, dafür aber um ein sehr schnelles, ein authentisches, für jedermann nutzbares und deshalb auch schwer kontrollierbares. Das mag in der Beschreibung der Eigenschaften alles zutreffen. Das gilt aber für Flugblätter ganz genauso, trotzdem ist noch nie jemand auf die Idee gekommen, ein Flugblatt als Medium zu bezeichnen. Das Flugblatt erwacht erst durch seinen Inhalt zum Leben, ebenso Twitter. Ein Instrument also, mit dem man Nachrichten ins Internet schreibt – nicht mehr und nicht weniger ist Twitter, wenngleich zugegebenermaßen eines, das in den vergangenen Monaten intensiv genutzt wurde.

Die Debatte also normalisiert sich – und auch das gehört zu den vielen kleinen Anzeichen, die darauf hindeuten, dass es sich beim Netzgezwitscher eben doch auch um eine ziemlich gehypte Geschichte handeln könnte. Ob die Bedeutung von Twitter für die Unruhen tatsächlich so groß war, wie es Twitter-Euphoriker behauptet haben, sei dahingestellt. Sicher ist, dass ein klassisches Hype-Anzeichen in den vergangenen Monaten unübersehbar war: rasantes, mit normalen Argumenten kaum erklärbares Wachstum, das plötzlich, ebenso unerklärlich, stagnierte. Im Jahr 2008 wuchs der Dienst so, wie es Betriebswerte gerne „organisch“ nennen: konstant, in überschau- und erklärbaren Sprüngen, die darauf hindeuteten, das sich Twitter schlichtweg zunehmend wachsender Beliebtheit erfreuen durfte. Monatlich stieg die Zahl der „unique visitors“ – und sieht man mal von einem minimalen Knick zwischen November und Dezember des Jahres 2008 ab, dann wuchs Twitter letztes Jahr kontinuierlich von rund 1,7 Millionen auf rund 4,3 Millionen Besucher pro Monat. Danach dann aber das klassische Hype-Phänomen: Alleine zwischen Februar und März 2009 verdoppelte sich die Besucherzahl beinahe (von rund 7,9 auf gut 14 Millionen Visits), um im Folgemonat noch einmal erheblich zuzulegen: 19 Millionen Besucher zählte die Twitter-Seite im April 2009 – um dann im Mai auf nahezu demselben Wert stehen zu bleiben.

Eine Entwicklung, die nach dem explosionsartigen Wachstum der Monate davor zumindest erstaunlich ist. Und eine Entwicklung, die man leicht so interpretieren könnte, dass das neue Spielzeug allmählich wieder an Reiz verlieren könnte.

Es gibt aber auch anderes, was man als Phänomene eines Hypes ausmachen kann: beispielsweise , dass die pure Masse, die man in letzter Zeit gerne angeführt hat, um die stetig wachsende Bedeutung von Twitter zu belegen, ohnehin schnell in sich zusammenfällt, wenn man genauer hinsieht. Experten gehen davon aus, dass 90 Prozent des Twitter-Traffics durch gerade mal zehn Prozent der User erzeugt werden (wer einen eigenen Twitter-Account hat, wird dies übrigens gerne glauben, selbst ohne wissenschaftliche Unterfütterung). Und weiter: 60 Prozent der Accounts sollen Karteileichen sein, 80 Prozent der untersuchten Accounts haben lediglich einen einzigen Follower oder folgen umgekehrt nur einem einzigen User. Könnte es also schlichtweg nicht so sein, dass sich ein ganz erheblicher Teil der Neu-Twitterer der letzten Monate einfach mal angemeldet hat (geht ja ganz schnell und außerdem hört man neuerdings so viel von diesem Twitter), um danach mit der ohnehin sehr mobilen Online-Karawane weiterzuziehen?

Völlig neu wäre dieses Phänomen nicht. Schon bei den „großen“ Blogs wird eine ganz ähnliche Tendenz wie jetzt bei der Microbloggern beobachtet: Es gibt eine überwältigend große Masse, die sich mit dem Thema Blogs auseinandersetzt, vielleicht auch mal selbst voll des guten Willens ein eigenes Blog anlegt. Nur um dann festzustellen, dass man fürs bloggen vielleicht doch nicht geboren und außerdem gutes bloggen ja auch eine Menge Arbeit ist. Die Zahlen jedenfalls sind ähnlich: 10 Prozent der Blogger sorgen für rund 90 Prozent des Traffics, es gibt zwar unzählig viele Blogger, als relevant wird dennoch nur ein Bruchteil wahrgenommen. Das ist nicht weiter verwerflich, nur eben bezeichnend: Die bloßen Zahlen und die Wachstumsraten sagen weder bei Twitter noch bei den Bloggern irgendetwas über die Relevanz aus. Ein Blogeintrag, ein Tweet nur – und schon sieht zumindest die Statistik weitere Zuwächse. „One post wonders“, nennt man das spöttisch; es gibt sogar ein eigenes Blog dazu —  und verwunderlich wäre es demnach nicht, wenn es auch bei den Microbloggern derlei gäbe.

Manch einer fühlt sich inzwischen auch an „Second Life“ erinnert. Man erinnert sich, da war mal was. Nämlich eine virtuelle Parallelwelt, in der sich innerhalb kürzester Zeit hunderttausende Avatare tummelten und in der es die ersten Cleverles ziemlich schnell mit virtuellen Waren zu realen Millionen brachten. Die Argumente, die damals für die virtuelle Welt am PC ins Gespräch gebracht wurden, ähnelten verblüffend denen in der Twitter-Debatte, insbesondere wenn es um die Auswirkungen für Medien und deren Macher ging: Eine Präsenz im zweiten Leben sei unverzichtbar, Kommunikation werde sich zunehmend auch in virtuellen Welten abspielen. Der Springer-Verlag reagierte seinerzeit zügig und brachte eine deutlich an „Bild“ angelehnte Parallel-Boulevardzeitung auf den virtuellen Markt. Eine Idee, die damals als ziemlich hip erschien – und für die man heute, würde man sie äußern, vermutlich milde belächelt würde. Aber was heißt schon „damals“? Der Höhepunkt des Hypes liegt gerade mal drei Jahre zurück.

Und ähnlich wie auch bei Second Life, sind inzwischen auch die Spammer, die digitalen Umweltverschmutzer da, reichlich sogar. Wer sich am Anfang noch über eine deutlich steigende Zahl von Followern wunderte, die einem namentlich so gar nichts sagten, war spätestens dann desillusioniert, als sich die vermeintliche Interessentin für den täglichen 140-Zeichen-Output dann doch nur wahlweise als „scharfe 18jährige“ oder auch mal als „reife Frucht“ entpuppte. Wo die Masse, wo der Hype ist – da werden solche merkwürdigen Figuren angelockt wie Fliegen vom Dreck. Die Blogger haben das bereits hinter sich, die Twittersphäre lernt es gerade schmerzhaft.

Die Revolution endete dann übrigens auch bei „Twitter“ ziemlich abrupt und eher unspektakulär. Sie habe ihr Gesicht jetzt wieder entgrünt, ließ eine der einstmals solidarischen Twitterinnen wissen. Nichtsdestoweniger wünsche sie den Aufständischen in Iran weiterhin „viel Erfolg“.

Man muss befürchten, dass sie das ernst meinte.

Krise macht Bogen um Ostwestfalen!

In der ganzen Banken- und Finanzkrise muss eines doch mal mit aller Deutlichkeit gesagt werden: Von einer Kreditklemme und all dem anderen garstigen Zeug, von dem neuerdings immer geredet wird, kann doch gar keine Rede sein. Zumindest nicht, wenn man im ostwestfälischen Kreis Höxter wohnt (und das Glück hat, das dort erscheinende „Westfalen-Blatt“ zu lesen). Während also die Welt lamentiert, dass die Finanzierung der Wirtschaft momentan nicht gerade gesichert ist, lässt sich im Ostwestfälischen mit journalistischem Scharfblick festhalten: Von Kreditklemme keine Rede!

Für diese dann doch erstaunliche Aussage hat das Blatt hart recherchiert. Es hat beispielsweise Birger Kriwet ins Kreuzverhör genommen. Birger Kriwet ist Vorstandssprecher der Volksbank Warburger Land und hat sich auch von den bohrenden Fragen des Blattes nicht irritieren lassen, weswegen Birger Kriwet zur felsenfesten Überzeugung gelangt:

Wenn Politiker sagen, dass die Banken die ihnen zur Verfügung stehenden Gelder und Kundeneinlagen horten und nicht als Kredite weitergeben, und dass die deutlich gesunkenen kurzfristigen Zinssätze nicht in entsprechend niedrige Darlehenszinssätze umgesetzt werden, so zeugt das von fehlender Fachkenntnis.

Und nicht nur das:  Seine Bank würde gerne sogar noch mehr Kredite vergeben, wenn es denn eine entsprechende Nachfrage und seriöse Kunden gäbe. Beides scheint im Warburger Land derzeit aber eher Mangelware zu sein.

Sie finden die Geschichte bis hierhin etwas, nunja, einseitig?

Keine Sorge: Das Westfalen-Blatt weiß natürlich auch, dass zu gutem Journalismus auch noch die andere Seite gehört, die man hören sollte. Deswegen hat das Westfalen-Blatt auch jemand anderen befragt. Eine andere Bank nämlich, die Sparkasse Höxter, deren Vorstandschef nach langem Überlegen ebenfalls zu einem fundierten Schluss kommt:

Die Kreditversorgung ist gesichert. Wir stehen zu unserer Verantwortung für die wirtschaftliche Entwicklung im Kreis Höxter.

Puh. Darauf wäre man alleine gar nicht gekommen, und weil diese Aussage so fundiert wie beruhigend zugleich ist, schiebt unser Blatt noch eine fundierte conclusio hinterher, tackert eine Überschrift ins System, verzichtet natürlich auch darauf, Unternehmen zu fragen, wie sie das denn so sehen — und ab geht die Post, das ist doch mal ein Aufmacher, wie er im Lehrbuch steht: großes Thema aufs Lokale runtergebrochen, gründlich nachrecherchiert, klare Zeile am nächsten Morgen, da freut sich der Leser.

Wenn man also mal wissen will, woran der (Lokal-)Journalismus richtig krankt, dann kann man an dieser kleinen Geschichte ein Exempel statuieren: Er ist auch deswegen so lebensbedrohlich erkrankt, weil er — nicht nur in diesem Fall — so irrelevant geworden ist, dass selbst ein Laie merkt, dass ihm viele Lokalredaktionen wahlweise langweiliges Gewäsch oder ziemlich interessengesteuertes Zeugs vorlegen wollen. Beides hat mit Journalismus nichts zu tun, und ehe man seitens der Verlage mal wieder über die Kostenlos-Kultur im Netz lamentiert, könnte man ja auch mal darüber nachdenken, dass die sinkende Zahlungsbereitschaft des Publikums auch damit etwas zu tun haben könnte, dass man für Geschichten wie diese ungern auch noch Geld ausgegen möchte.

Gute Monopole, schlechte Monopole

(Bevor Sie die Augen verdrehen und „nicht schon wieder seufzen“: Dass es in den ersten Zeilen dieses Beitrags um alte Bekannte geht, sollte Sie nicht irritieren, die alten Bekannten sind nur Platzhalter und können von Ihnen nahezu nach Belieben von einer Zeitung Ihrer Wahl ersetzt werden)

In Niederbayern ist es ziemlich schwierig, an unseren Freunden der Verlagsgruppe Passau vorbeizukommen. Die Tageszeitung „Passauer Neue Presse“ deckt einen Großteil unserer Region konkurrenzlos ab, daneben gibt es die Sonntagszeitung „Am Sonntag“, das Lokalradio (an dem der Verlag beteiligt ist), ein Onlineangebot, ein Anzeigenblatt, kurz gesagt: Wenn hier irgendetwas publiziert wird, dann kann man fast sicher davon ausgehen, dass die Passauer Verlagsgruppe ihre Finger mit im Spiel hat. Nach klassischer Definition nennt man das: Monopol.

Von Hubert Burda weiß man in Passau u.a., dass er der dortigen Verlegerfamilie einigermaßen freundlich verbunden ist. Unbekannt ist hingegen, ob Verleger Burda schon einmal mahnend den Zeigefinger gehoben und das Meinungs- und Medienmonopol der Passauer Verleger zumindest als bedenklich bezeichnet hat (man darf aber annehmen, dass eher nicht). Auch der Deutsche Journalistenverband hat möglicherweise an diesem und an vielen anderen Regionalverlagen einiges zu kritisieren, aber dass man sich Gedanken darüber gemacht hätte, wie sich eigentlich diese Quasi-Monopole auf das Leben vor Ort und das regionale Demokratieverständnis auswirken könnten, ist jetzt auch eher unbekannt.

Gibt es also gute und gibt es schlechte Monopole?

Folgt man der Argumentation von Hubert Burda und dem DJV (welch eigenartige Allianz), dann handelt es sich bei Google nicht nur um ein Monopol, sondern um ein schlechtes Monopol. Und nicht nur das, Google, so Burda, sei die Killerapplikation schlechthin. Begründet wird dies wie folgt: Google  verwalte „in Deutschland über ein Drittel der Werbeumsätze im Netz – und all das, ohne selbst in teuren Journalismus zu investieren“. Dass umgekehrt Google einen ganz erheblichen Teil des Traffics auf die Seiten auch von Burda bringt und man Google ja auch mit einem vergleichsweise geringen Aufwand aussperren könnte, erwähnt man dort lieber nicht. Stattdessen rufen die Zeitungsverleger hinzwischen: Haltet den –jawoll– Dieb! Oder aber: Gebt uns wenigstens was ab vom Diebesgut!

Das andere, foglich wohl eher gute Monopol der Regionalblätter, absorbiert in Niederbayern oder sonstwo mal eben fast alles an Werbeumsätzen und ist insofern eine Killerapplikation, weil es nahezu alles dafür tut, den Markt geschlossen zu halten.  Schon in den 80ern ist man dort nicht ins Lokalradio eingestiegen, weil man gerne gutes Radio machen wollte, sondern weil verhindert werden sollte, dass irgendjemand anderes einen Fuß in die Tür bekommt. Die Motivation, sich auch online zu engagieren, war vielerorts keine andere. Die Forderung nach einem „Fair share“ des Marktes hat man dort noch nicht so oft gehört.

Dabei ist die Sache ja ziemlich einfach, wie „Spiegel Online“ gestern sehr schön dargelegt hat: Das Netz, nicht etwa Google alleine, hat den Markt für Medien grundlegend verändert. Die Nachfrage und auch die Notwendigkeit für Produkte, wie sie Verlage sehr häufig anbieten, existiert schlichtweg nicht mehr. Es gibt Unternehmen, die das schnell erkannt haben — und es gibt welche, die diesen Umbruch bis heute nicht wirklich wahrhaben wollen. Das Geschäftsmodell jedenfalls, das davon ausgeht, man müsse bezahlen für eine Zusammenfasung von Themen in einer bunten Wundertüte, hat sich weitgehend erledigt. Und das ist nicht einmal ein Zeitungsphänomen. Auch Fernsehsender werden das in den kommenden Jahren vermehrt zu spüren bekommen, es geht also gar nicht so sehr um die Frage: Papier oder Nicht-Papier als darum, dass es inzwischen tendenziell ein Überangebot an Inhalten gibt.

Man macht es sich allerdings ein wenig zu leicht, wenn man nur auf die Verleger einschlägt. Leider ist das, was wir als Journalisten zu diesem Thema abliefern, auch nicht immer so, als dass man sich nicht mit Grausen abwenden müsste. Der DJV beispielsweise fordert, dem drohenden Monopol und der ungeahnten Meinungsmacht von Google einen Riegel vorzuschieben (dass danach noch die „Gratiskultur“ im Internet angesprochen wird, war ja dann eh unvermeidlich). Von einem derart vehementen Vorgehen des DJS gegen regionale Medienmonopole ist bisher ebenfalls nichts bekannt.

Nein, natürlich bin ich nicht der Meinung, es sei sinnvoll, ein Monopol durch ein anderes zu ersetzen. Nur wird in der aktuellen Debatte über „Leistungsschutzrechte“ mit derart vielen Halbwahrheiten und Merkwürdigkeiten argumentiert, dass es vielleicht doch ganz angebracht ist, auch darauf mal hinzuweisen.

Twittermoms Abgang

Ich geb´s zu, momentan bin ich gerade etwas — irritiert. Wenn ich mir das eine oder andere anschaue, was momentan in Sachen Vodafone passiert, dann bin ich mir nie so ganz sicher: Ist das jetzt erst gemeint — oder nimmt mich da einfach jemand subtil auf den Arm und ich merke es einfach nur nicht?

Beispielsweise diese Nummer hier: Da schreibt Bloggermama Schnutinger, die auch in diesem grauenvollen Spot mitsingt, einen Eintrag in das Vodafone-„Blog“ ( falls man das „Blog“ nennen darf), in dem sie die Schilderungen ihres Mama2.0-Alltags wie folgt beendet:

Seit drei Monaten habe ich ein neues Handy, das HTC Magic mit Internetanschluss. Tolles Ding, mit wenig Knöpfen dran, das ist äußerst praktisch. Mein altes Handy hatte viel zu viele Knöpfe. Zu viele Knöpfe sind nicht gut, da gibt es für mich zu viele Möglichkeiten, versehentlich an ein Knöpfchen zu kommen. Mit dem neuen Handy geht das alles zum Glück leichter, ich erwische immer das richtige Knöpfchen und ich kann die Fotos sogar direkt auf die Plattform Flickr ins Internet hochladen und in mein Blog stellen. So geht mir nichts mehr verloren und meine Handyrechnung beschert mir seitdem auch keine böse Überraschung mehr.

Ich bin kein Werber und verstehe auch nicht viel davon, aber: Geht´s noch plumper? In einem solchen Zusamenhang spielt auch die avisierte Zielgruppe „Generation Upload“ (gähn..) keine große Rolle mehr, selbst niederbayerische Landfrauen würden sich angesichts solch plumper Anbiederung an das beworbene Produkt genervt abwenden. Hätte es ein Praktikant geschrieben, würde man ihn vermutlich dezent fragen, ob er im Wörterbuch mal nachschauen kann, ob er den Begriff „subtil“ findet.

Vodafone allerdings, offensichtlich immer noch in einem durch nichts zu begründenden 2.0-Rausch, setzt noch einen drauf und lässt einen Kommenar auf der Seite zu (oder platziert ihn vermutlich sogar selbst), bei dem ich einfach nicht weiß: lustige Satire — oder, was man befürchten muss, meint das jemand ernst:

Mich interessiert, mit welchen Telefonen meine Freunde telefonieren und welche Erfahrungen sie mit anderen Communities gemacht haben! Ich freue mich, wenn ich den Kontakt zu Bekannten halten kann.

Das Internet ermöglicht mir, mich selbst zu verwirklichen und meine Wünsche in realisierbare Konzepte zu übersetzen – gemeinsam mit anderen. So bilden wir eine starke Gemeinschaft. Wir sind sympathisch und doch intelligent.

Das HTC Magic mit Internetanschluss werde ich sicher einmal ausprobieren. Es ist sehr praktisch und genau auf meine Bedürfnisse zugeschnitten.

Die Konsequenz aus dem Bullshit ist klar: Unter dem Blogeintrag finden sich über 150 zum größten Teil bitterböse Kommentare, Felix Schwenzel hat das Ganze verrissen, wie man es bissiger (und fundierter) kaum machen kann, die vermeintliche Zielgruppe schwankt zwischen Amüsement und schäumender Wut.

Dafür ist Twittermom jetzt beleidigt und will nicht mehr bloggen. Oh my god, what comes next?  Sascha Lobo ist eingeschnappt und rasiert sich aus Protest den Irokesen ab?

Was mich letztendlich ein wenig zerrissen zurücklässt: Auf der einen Seite bin ich ja viel zu nett, um Menschen derart böse abzubügeln und eigentlich würde man Frau Twittermom am liebsten trösten und sagen: Komm, ist nicht schlimm, schreib halt weiter, muss ja nicht über diese komische Firma sein, die dich eingekauft hat.

Auf der anderen Seite finde ich es gerade aber wiederum mächtig toll, dass es dann halt doch kluge und unabhängige Köpfe gibt, die sich nicht von jedem PR-Quark einfangen lassen und einer Ansammlung mäßig inspirierter PR- und Vetriebsochsen in kurzärmligen Karohemden zeigen, dass die Welt eben nicht so tickt, wie sie in irgendwelchen mäßig insprierten Akademien gelernt zu haben glauben.

Vodafone: Schweigen als Methode

Ich weiß gar nicht, warum sie sich alle über Vodafones vermeintlich schlechte Kommunikation aufregen. Manchmal kommunizieren die da auch gar nicht, wenn sie keinen Bock haben.

Ich habe wegen einer Geschichte recherchiert, bei der es weniger um Upload-Generationen, als vielmehr um ziemlich üble Methoden geht, wie Vodafone ganz stinknormale Handy-Verbraucher aufs Kreuz legt. Drei Mails an die Presseabteilung. Keine Antwort.

Dann die Geschichte an Kollegen vom Bayerischen Fernsehen („Kontrovers“) abgegeben. Drei Mails auch vom Bayerischen Rundfunk an Vodafone. Antwort: Keine. Null. Rien. Nada.

Also, bevor die Herrschaften sich mit aufwendigem Schmarrn an der Generation Upload versuchen, Sätze kreieren wie „Sascha Lobo macht keine Werbung von Vodafone“ (ach…?) oder „Unser Daten-Tarife deckt derzeit schon eine breite Masse an Nutzungsszenarien ab“ (um eine Flatrate zu rechtfertigen, die keine Flatrate ist) — bevor also wieder so ein Kram erzählt wird, wäre es ja schon hübsch, wenn die Pressestelle auf ganz banale Fragen antworten würde. Interaktion mit dem User, Sie wissen schon.

Falls nein, müsste man direkt mal was über Vodafone schreiben (uploaden). In diesem Internet.

Mit den zwei Zweiten sieht man anders

Irgendwie ist dieses Zweite Deutsche Fernsehen ja schon ein komischer Laden:  Es steht nicht zwingend für Innovation und für irgendwelche Form von Charme auf der einen Seite. Auf der anderen Seite setzen sie in Mainz  immer wieder Trends und zeigen, wie man moderne (visuelle) Medien macht. Online beispielsweise sind sie seit vielen Jahren „state of the art“ auf dem Lerchenberg; man denke nur daran, dass das ZDF die ersten in Deutschland mit einer wirklich sehr brauchbaren Mediathek waren. Und auch die Nachrichten im „heute journal“ sind nach wie vor mit das Beste, was man in Deutschland bekommen kann.

Inzwischen haben die ZDF-Nachrichten einen aufwendigen Relaunch hinter sich. Da treffen die beiden ZDF´s dann aufeinander: Auf der einen Seite der Wille zu erstaunlicher Innovation, der (richtige) Gedanke, dass man Nachrichten heute nicht mehr einfach nur verlautbaren kann, sondern dass man sie erklären muss. Das Design ist, von wenigen Ausnahmen abgesehen, sehr gelungen, Claus Kleber scheint sich ziemlich wohlzufühlen, die Animationen sind ziemlich chic, ohne aufdringlich oder gewollt zu wirken.

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Und dann gibt es dann noch das andere ZDF. Die Auslandskorrespondenten sind immer noch mindestens 60, tragen gerne komische Westen und machen ihre Aufsager so, wie sie es in den 60er Jahren gelernt haben. Die Beiträge sind so wie sie immer sind und auch die „Nachrichtensprache“ des ZDF hat noch immer etwas von gepflegter Bürokratie an sich. Das Grafikdesign steht in seiner geegentlichen Biederkeit jetzt in besonderem Kontrast zum sonstigen On-Air-Design. Und Heinz Wolf ist einfach Heinz Wolf. Wie immer. Das zusammen gibt dann einen irgendwie eigenartigen Mix, Heinz Wolf und Franz Zink im Wirbelsturm einfliegender Animationen.

Sehr schönes neues Studio also, aber auch eines, das vermutlich Moderatoren demaskieren kann: Kleber war gewohnt souverän, gespannt bin ich aber auf das Duo Slomka/Wolf. Das kann dann mit ein wenig Pech so aussehen, als wenn etwas erklärbärig versucht wird, eine Art Powerpoint-Präsentation vorzuführen.

In Sachen Internet hingegen hat diesmal das etwas bräsige und behördige ZDF (leider) gesiegt. Natürlich hat man richtigerweise der Webseite heute.de passend zum neuen Studio auch mit neuem Anstrich versehen. Doch während das TV jetzt richtig unverwechselbar ist (ob man es mag oder nicht) — die Seite ist leider etwas, hmpf, verwechselbar geworden. Vom Mut, den man beim neuen Studio gezeigt hat, ist leider fast nichts bei heute.de angekommen:

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Matthew und wie er die Welt sah

Die Medienwelt staunt über einen Text des Research-Unternehmens „Morgan Stanley“: Unverblümt stellt er dar, wie und warum sich Jugendliche von konventionellen Medien abwenden. Erstaunlich ist bei dem Text der renommierten Firma vor allem die Methodik: Geschrieben hat ihn ein 15jähriger Praktikant.

Bei Morgan Stanley hat man etwas geschafft, was der Traum jedes Research-Unternehmens ist: Man hat einen Text veröffentlicht, der in aller Munde ist, obwohl er nie richtiggehend beworben worden ist. Bei „Twitter“ wird er inzwischen als „sensationell“ angepriesen – und sogar die „Süddeutsche Zeitung“ widmete dem Text einen ganzen Zweispalter im Wirtschaftsteil. Grob gesagt geht es in den so bejubelten acht DIN A4-Seiten um die Mediennutzung von Teenagern in Großbritannien und die Konsequenzen daraus für Medienunternehmen. Die müssten demnach ziemlich frappierend sein, aber das ist es gar nicht, was die Medienwelt so staunen lässt. Vielmehr wundert man sich über anderes: nämlich dass ihnen ein 15jähriger einigermaßen die Leviten gelesen hat.
Was Matthew Robson schreibt, ist nicht schön. Zumindest dann nicht, wenn man immer noch der Meinung ist, Online sei ein irgendwie ergänzendes Medium. Tatsächlich absorbiert das Internet so ziemlich alles, schreibt Robson, auch wenn er es nicht so formuliert. Stattdessen erzählt er seine Sicht der Dinge in einfachen, aber trotzdem treffenden Worten. Grob zusammengefasst lauten die in etwas so: Fernsehen und Radio sind gelegentlich ganz nett, Zeitung nur dann, wenn es sie irgendwo umsonst gibt – nur auf das Internet könne man keinesfalls verzichten, weder privat noch in der Schule, weder zur Unterhaltung, zur Information oder zur Bildung. Internet ist schlichtweg – alles.
Dabei sind es vor allem die radikalen und dennoch vermutlich authentischen Ansichten des 15jährigen, die insbesondere den Machern analoger Medien ganz und gar nicht gefallen dürften. Mit der gerne zitierten Ansicht, es habe ja noch nie ein neues Medium ein bestehendes Medium ersetzt oder verdrängt, räumt Robson ordentlich auf, ohne vermutlich sich jemals mit dieser Theorie ernsthaft auseinandergesetzt zu haben. Er räumt den etablierten Medien im Regelfall nur eine eher partielle Nutzung ein. Und er bestätigt – ob nun gewollt oder nicht – drastisch Dinge, die Wissenschaftler mit aufwendigen Studien in dieser Klarheit vielleicht noch nicht so deutlich formuliert haben. Vor allem zweierlei: Lineare Nutzung von Radio- und Fernsehprogrammen spielt für die Medienkonsumenten von morgen fast keine Rolle mehr. Und: Zeitungen, insbesondere Tageszeitungen, werden es schwer haben in den kommenden Jahren. Verdammt schwer sogar.
Zeitungen bescheinigt der 15jährige Praktikant sogar eine weitgehende Irrelevanz in seiner Generation: In seinem Bekanntenkreis gebe es keinen einzigen Zeitungsleser, zumindest keinen, der für eine Zeitung bezahlt. Die Gründe sind so einleuchtend und banal zugleich, dass es den Verlagen vermutlich die Tränen in die Augen treibt. Zum einen, so schreibt Robson, seien die Teenager Britanniens nicht bereit, für eine Zeitung Geld auszugeben. Zum anderen – und das ist in der Tat bemerkenswert – würde sie das Zeitunglesen ja vom Surfen (oder gelegentlichem Fernsehschauen) ablenken, was eine weitere Präferenz klarmacht: Information, die von dieser Zielgruppe als attraktiv empfunden wird, muss auf einem Bildschirm stattfinden, bewegte Bilder sind eine Selbstverständlichkeit; ganz egal ob im Internet oder im Fernsehen. Und schließlich: wenn Zeitung, dann klein, kompakt, handlich, praktisch; eben so gehalten, dass man sie auch in der U-Bahn, im Bus, schnell und nebenher konsumieren kann. Von irgendeiner inhaltlichen Relevanz, von einer Bevorzugung der Zeitung, weil sie mehr Qualität oder mehr Hintergründe böte; von all den Gründen, die Medienwissenschaftler gerne als gute Gründe für den Fortbestand der gedruckten Presse anführen – keine Rede davon im Text eines 15jährigen.
Indes, wer sich von den anderen Medien jetzt freut, dass es mal wieder das gedruckte Objekt erwischt hat – zu früh gefreut: Was Robson beispielsweise über das Nutzungsverhalten seiner Generation bei Radios schreibt, ist keineswegs erfreulicher, im Gegenteil: Klar schalte man mal das Radio ein, aber nicht etwa, um sich eine Sendung, ein Programm im originären Sinn anzuhören. Der Hauptgrund für die Nutzung von Radio sei Musik – und selbst da bekommt das klassische Radio inzwischen Konkurrenz, die es in den Augen der Kids eher unattraktiv erscheinen lässt. Zahlreiche Webradios, dazu Angebote wie Last.fm, die den persönlichen und personalisierten Vorlieben der Nutzer viel eher entgegenkommen, als das gute alte Wundertüten-Formatradio. Zudem spielt für die Generation Robson die Werbefreiheit eine große Rolle: Statt durch Werbung unterbrochenes Programm, bei dem die bevorzugte Musik eher zufällig kommt, werbefreies Programm mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit, das zu hören, was man mag – die Alternative ist klar. Muss man sich wundern, dass Mathew Robson und Altersgenossen das konventionelle Radio als sehr verzichtbar erachten?
Anders sieht es bei der Nutzung von Fernsehen aus. TV spielt auch für diese Kids nach Robsons Schilderungen eine beträchtliche Rolle. Allerdings eine völlig andere als wie noch vor wenigen Jahren. Sie nutzen es manchmal exzessiv – und dann wieder „wochenlang überhaupt nicht“. Wenn man so will, dann ist das die Generation mit dem größten Pragmatismus überhaupt: Kommt etwas, was sie interessiert – Shows oder Sportevents – dann wird das angeschaut. Kommt nichts, bleibt der Fernseher aus. Eine Nutzung, wie sie noch vor wenigen Jahren als selbstverständlich galt, ist dieser Generation fremd: Man schaltet nicht einfach auf gut Glück ein, um zu sehen, ob was kommt. Was klar ist, es gibt ja schließlich das alles absorbierende Netz, in dem immer irgendwas los ist. Kein Mensch also muss mehr darauf hoffen, dass irgendwo im Fernsehen gerade was Nettes läuft…
Womit man schnell zum alles beherrschenden Thema dieser Generation kommt: das Netz. „Jeder hat irgendeinen Zugang zum Netz, sei es zu Hause, sei es in der Schule“, beschreibt Robson den volldigitalen Alltag seiner Generation. Und diese Zugänge nutzen sie auch. Sei es zur Information, zum Lernen, der erste Gedanke, wenn es um Medien geht, ist Internet. Dabei spielen für die 15jährigen vor allem die Netzwerke eine ausschlaggebende Rolle: Matthew Robson beispielsweise kennt eigentlich niemanden, der nicht bei Facebook registriert ist; in Deutschland kommen die VZ-Angebote hinzu. Wäre man also böse (und etwas vereinfachend), man könnte die These aufstellen: Was nicht bei Facebook&Co. stattfindet, existiert für den 15jährigen von heute ganz einfach nicht.
Mit einer Ergänzung: Wenn man ihn auf dem Handy anspricht, den vielbegehrten Jugendlichen, dann hat man dann doch ganz gute Chancen, ihn zu erreichen. Handy ist chic, Handy ist in, Handy (mit möglichst vielen Applikationen) ist cool. Zusammengefasst liest sich das dann -schlicht und ergreifend – so:

What is Hot?
•Anything with a touch screen is desirable.
•Mobile phones with large capacities for music.
•Portable devices that can connect to the internet (iPhones)
•Really big tellies
What Is Not?
•Anything with wires
•Phones with black and white screens
•Clunky ‘brick‘ phones
•Devices with less than ten-hour battery life

Nachtrag, 20.7.: Die in den Kommentaren geäußerte Kritik wegen des fehlendes Links ist natürlich berechtigt. Das sei hiermit nachgeholt.

Bollwerk-Journalisten

Most journalists have grown up with a fortress mindset. They have lived and worked in proud institutions with thick walls. Their daily knightly task has been simple: to battle journalists from other fortresses. But the fortresses are crumbling and courtly jousts with fellow journalists are no longer impressing the crowds. The end of fortress journalism is deeply unsettling for us and requires a profound change in the mindset and culture of journalism.

Ein knapp 100 Seiten starkes Kompendium über die Zukunft des Journalismus, erarbeitet und herausgegeben von der BBC. Man muss nicht alles angenehm finden, was dort steht. Lesenswert ist aber jede Zeile.