Südafrika, 2010 (6): God save the Green

Heute geht´s also endlich los. Am Abend sitze ich in einer Maschine nach Johannesburg, die heiße Phase unseres Projekts „WM 2010“ beginnt. Die Stimmung? So eine merkwürdige Mischung aus unglaublicher Vorfreude, einer gewissen Anspannung und der berechtigten Sorge um das Gehör, wenn wir am Sonntag im Stadion im Spiel gegen Ghana sein werden. Selten so viele wohlmeinende Ratschläge und halb ernst gemeinte Sätze wie „Pass bloß auf dich auf“ gehört. Die eher beruhigenden Geschichten, die man mir momentan zumailt, sind die, dass die Sicherheitsbedenken in Südafrika im Allgemeinen und in Johannesburg speziell wenigstens übertrieben seien. Die anderen raten mir zum Einsatz von Pfefferspray oder einfach dazu, die kommenden zwei Wochen einfach nicht aus dem Haus zu gehen.

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Letzte Besorgung, kurz vor dem Abflug. Tröööööööööt, Sie wissen schon.

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Wenn ich während Weltmeisterschaften etwas gerne lese, dann britische Zeitungen. Meine bisherige Lieblingsüberschrift (nach dem etwas kuriosen Tor, dass sich der englische Keeper Rob Green einfing): „God save the Green“. Das ist boulveradesk und gemein, das schon, aber tausendmal orgineller als das seit Jahren andauernde und hochnotpeinliche „Schwarz-rot-geil“ der „Bild“. Und dass „Bild“ heute originellerweise verkündet hat, wir würden während der WM „alle wegtröten“ hat mich in meinem Beschluss bestärkt, nur noch englische Medien zu lesen.

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Weil wir gerade bei Rob Green sind. Natürlich gehört das hier zu den bisher wnderbarsten Momenten der WM, was die NZZ übrigens zu dem wunderbaren Satz verleitet, Greens Ballhalteversuch habe wie ein „Hofknicks“ ausgesehen:

http://www.youtube.com/watch?v=GDEYzVN5Nl4

Mir war allerdings nicht klar, dass Rob Green generell eine leichte Neigung zu denkwürdigen Aktionen hat. Die hier gefällt mir fast  noch besser als sein Hofknicks gegen die USA:

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So, und nun: Trikot an, Turnschuhe an, ab zum Flughafen. Schland!

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