Ein Magazin im Spannungsfeld

Eines der letzten Mysterien im Medienmarkt ist der unfassbare Erfolg von Magazinen wie „Landlust“. Da laufen den ganzen Tag  Frauen in pseudoskandinavischen Klamotten rum, lagern ihre Milch nicht in Tetrapaks sondern in künstlich auf alt gemachten Milchkannen, trinken aus grellbunt und ebenfalls auf ländlich gemachten Tassen und vermitteln leicht gequält den Eindruck, als gäbe es nichts Schöneres, als den ganzen Tag sich um die sieben Kindern zu kümmern und  lustiges Landleben zu führen. Die nichtakademischen Ursula von der Leyens quasi. Solche muss es zuhauf geben, anders lässt es sich kaum erklären, warum „Landlust“ nicht nur einige Nachahmer gefunden hat, sondern auch regelmäßig mit gefühlten Verfünffachungen der Auiflage aufwartet.

Grund genug für die Lehrredaktion 48 K der Deutschen Journalistenschule, einen publizistischen Gegenentwurf zu machen. Das Heft, das im Rahmen der regelmäßigen „Klartext“-Reihe gestern an die Leser verschickt worden ist, behandelt das Leben „im Spannungsfeld einer Stadt“, weswegen es diesmal auch den Namen „Volt“ trägt und als spin-off der „Klartext“-Reihe konzipiert wurde. Seit gestern abend ist auch der Online-Auftritt dazu freigeschaltet.

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