Ein Buch – das Update (28): Sie können bestellen!

Das Angehme zuerst: Vermutlich schon ab kommender Woche können Sie unser Buch bestellen. Es wird ein Widget geben, das in Blogs und Webseiten einbaubar ist, in dem es Textauszüge und eine Übersicht der Autoren und ihrer Themen geben und das ständig aktualisiert wird. Das Widget wird auf dieser Seite und auf den Blogs der Kollegen veröffentlicht, von dort aus kann es dann auf anderen Seiten eingebunden werden. Das ist eine ziemlich tolle Sache, die uns Euryclia da zusammenbaut. Und wir würden uns natürlich riesig freuen, wenn der eine oder andere unserer Leser das Widget auf seiner Seite einbaut.

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Jetzt zum Unangenehmen: Wir müssen über Geld reden. Denn das Buch wird Geld kosten. Wir werden es für  die Vorbesteller für 24,90 Euro anbieten, später dann mit einem regulären Verkaufspreis von 27,90 Euro(für das E-Book, das es ebenfalls geben wird, haben wir noch keinen Preis). Ich weiß, das ist nicht billig.  Deswegen würde ich das gerne an dieser Stelle erklären. Zum einen gibt es einfach mal Kosten, die durch so profane Dinge wie Druck und Vetrieb bzw. Versand entstehen; wir werden das Buch in Deutschland versandkostenfrei verschicken. Und natürlich entstehen auch Euryclia Kosten, die wir begleichen müssen. Dabei hat uns Euryclia wirklich mehr als faire Konditionen angeboten. Ohne ins Detail gehen zu wollen: Der Deal, den wir mit Euryclia haben, ist wirklich unvergleichlich viel besser, als wir ihn mit irgendeinem anderen Verlag hätten bekommen können.  Und um auch das noch klar zu sagen: In diese Kosten, diesen Verkaufspreis ist bisher noch kein einziger Euro für die Arbeit der Autoren einkalkuliert. Wir alle arbeiten ohne einen Cent Honorar und wenn aus dem Buch keine Gewinne erzielt werden, bekommt auch niemand was. Und selbst wenn es einen Überschuss gibt, glauben Sie mir: Für das, was dann jeder einzelne bekäme, hätte er, wenn man nur die reine Zahl betrachtet, deutlich gewinnbringender seine Zeit verbringen können. Und wenn wir schon dabei sind: Das gilt auch für mich. Wenn dieses Buch dann irgendwann mal im Frühjahr erscheint, werde ich ein knappes dreiviertel Jahr mehr oder weniger intensiv an diesem Projekt gearbeitet haben. Ich schreibe das weder, um Mitleid zu erwecken noch um mich und meine Mitstreiter als edle Gutmenschen beschreiben zu wollen. Sondern um Ihnen als Leser und mögliche Buchkäufer klar zu machen, dass dieser Buchpreis nicht gemacht ist, um als Autorenteam daran zu verdienen.

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Und schließlich auch noch ein paar offene Worte zum Thema Vertrieb. Mir war vorher nicht klar, dass verkauftes Buch nicht einfach verkauftes Buch ist. Und auch nicht, dass nicht jeder Zwischenhändler die gleiche Marge nimmt. Beim normalen Buchhandel beispielsweise ist es so, dass sich der Handel irgendwas zwischen 30 und 40 Prozent des Verkaufspreises behält. Ein Händler wie Amazon aber nimmt sich satte 55 Prozent. Ich habe es mir mal vorkalkulieren lassen: Wenn wir ein Buch über Amazon verkaufen, dann bleiben pro verkauftem Buch netto Beträge von unterhalb eines Euro. Wir werden das Buch natürlich auch über Amazon anbieten, weil wir wohl nicht daran vorbeikommen werden und wir trotz aller Hoffnungen auf die Netzgemeinde leise Zweifel haben, dass wir es nur über die Community schaffen, ausreichend Bücher zu verkaufen. Und ausschließen wollen wir ja auch niemanden. Kurz gesagt: Wer sein Buch über Amazon kaufen will, kann das gerne tun. Allerdings hat Amazon dann mehr davon als wir. Insofern freuen wir uns noch mehr, wenn Bestellungen direkt über uns, über Euryclia oder das angekündigte Widget laufen.

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Es gibt noch einen kleinen potentiellen Stolperstein bei der ganzen Angelegenheit — und der könnten Sie sein. Das Schöne an der Euryclia-Idee ist ja dieses Prinzip der Vorbestellungen.  Vorbestellungen geben uns Planungssicherheit und die Möglichkeit zur besseren Kalkulation. Das wird ja auch letztlich mit dem günstigeren Verkaufspreis belohnt. Umgekehrt heißt das für uns aber auch: Wenn das Interesse (was wir nicht glauben) am Buch anhand der Vorbestellungen tatsächlich gering sein sollte, dann haben wir ein Problem. Das soll keine sanfte Erpressung sein, sondern nur ein freundlicher Hinweis darauf, dass das Erscheinen des Buches letztendlich erst durch Vorbestellungen gesichert wird. Deswegen gibt es dafür mehrere Anreize. Zum ersten: Jeder, der das Buch vorbestellt, wird in einer Danksagung im Buch namentlich erwähnt (es sei denn, er wünscht das ausdrücklich nicht). Zum zweiten der schon erwähnte günstigere Verkaufspreis. Und als drittes bekommen schließlich die ersten 50 Vorbesteller eine Einladung zu unserer kleinen Release-Party. Die Vorbestellungen sind natürlich risikolos. Sollte das Buch wider Erwarten nicht erscheinen, dann ist natürlich auch kein Kaufpreis fällig. Die Bestellung ist zwar verbindlich, aber bezahlt werden muss erst bei Lieferung.

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Was bekommen Sie für Ihr Geld? Das Buch wird ca. 500 Seiten haben, über die Autoren und die Themen haben wir Sie ausführlich informiert. Die ersten Leseproben sind dann, wie erwähnt, im Widget nachzulesen.

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Bestellen ohne Widget oder Warenkörbe oder sonst irgendwas? Doch, das geht schon: Einfach eine Mail an cjakubetz(at)gmail.com schicken, Name, Adresse und all das andere angeben — und schon ist die Bestellung reserviert.

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Und jetzt? Einfach nur noch die Bitte: Lassen Sie uns nicht hängen (smiley)!

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6 Kommentare

  1. „Ein Händler wie Amazon aber nimmt sich satte 55 Prozent.“

    Mit Verlaub, dieser Händlerrabatt ist ein Wahnsinn. Üblich sind 42-45 Prozent.

    Dennoch, es ist ein tolles Projekt, ich werde ein Exemplar käuflich erwerben 🙂

  2. Sehr geehrter Her Jakubetz,

    leider konnte ich ihre E-Mail Adresse über die Website der Universität Passau finden.
    Ich studiere dort „Medien und Kommunikationswissenschaft“ und unsere Projektgruppe würde sie gerne Interviewen. Wir haben im Rahmen eines Seminars das Thema „Let’s make money-Wie Journalisten Geld verdienen können“ dafür haben wir das Konzept einer Online Zeitung entwickelt.
    Zu diesem Thema würden wir sie gerne interviewen.
    Über eine positive Antwort würde ich mich freuen.

  3. Ich freu mich schon riesig auf das Buch und denke es wird sich eine dementsprechende Anhängerschar finden, dass es sich auch wirtschaftlich rechnet.

    Wirklich geschockt hat mich der Händlerrabatt von 55 Prozent für Amazon. Da bestelle ich das Buch lieber direkt. Mich interessiert nur, wie hoch die Versandkosten für nicht in Deutschland lebende Personen sind? In meinem Fall tritt das Werk die Reise nach Österreich an.

    Danke für die Infos und diesen lesenswerten Blog, der in seiner Art wirklich einzigartig ist. Während andere Online-Publikationen nur die großen Themen sezieren, wird hier auch Augenmerk auf den für die Menschen wichtigen Lokaljournalismus gelegt.

  4. Sehr geehrter Herr Jakubetz,
    ehrlich gesagt verstehe ich nicht so ganz, warum Sie sich hier mehrmals entschuldigen, dass Ihr Kompendium Geld kosten wird? Und 24,90 für ein Fachbuch (!) mit Alleinstellungscharakter sind in Relation (= zwei Kinokarten + zwei Becks) nun auch nicht wirklich die Welt.
    Wurscht! Ich freue mich auf die Release Party (Hong Kong, Paris, New York, Windhoek?), da ich das Buch nun gleich bestellen werde und damit hoffentlich noch zu den ersten 50 Bestellern gehöre, die in diesen Genuss kommen werden.

    Also ich hoffe, das Buch wird zwischen den Sarazins, Käßmanns, und von Hirschhausens seinen Platz in den Regalen des Buchhandels finden. Viel Erfolg auf jeden Fall!

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