Ausblick bei Spreeblick

Eigentlich wollten wir uns über den Medienwandel und den digitalen Journalismus unterhalten. Johnny Häusler hatte mich zu seiner Sendung „Spreeblick“ bei Flux FM eingeladen – unter dieser inhaltlichen Maßgabe. Herausgekommen ist ein manchmal etwas unstrukturierter Ritt durch das Leben alternder Männer, über Musik, Politik – und natürlich auch über Medien und Journalismus. Zum Nachhören jetzt in der aus rechtlichen Gründen musikfreien Version.

Für alle, die sich wundern, dass es da so oft um ein völlig unjounalistisches Buch und um ältere Männer geht: Der 40jährige, der aus dem Golf stieg und verschwand – ist mein neues Buch, an dem ich gerade in den schreiberischen Endspurt gehe.

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1 Kommentar

  1. 41:55 Jakubetz:
    „Dann dachte ich im zweiten Moment an die Stasi, die ja genau daran verreckt ist, an dieser Datensammelwut, die sie irgendwann nicht mehr koordinieren konnte.“

    Das MFS hatte keinen Dateninfarkt, sondern wurde im Laufe der Auflösung der DDR geschlossen. Bei Bedarf in der Wikipedia nachzulesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Ministerium_f%C3%BCr_Staatssicherheit

    46:10 Jakubetz:
    „Die DDR war ein System, das nur aus Überwachung etc. bestand. … das selbe Spiel, wie wir es hatten, vielleicht nicht ganz so dramatisch und auch nicht mit diesen offenen Konsequenzen …“

    Das ist leider die verzerrte, westdeutsche Sicht auf die DDR. Die Stasi hatte gar nicht die Ressourcen (weil DDR-Mangelwirtschaft), um eine solche Komplett-Überwachung durchzuführen. Der Laden arbeitete größtenteils mit Aktenordnern und Karteikarten und nicht mir riesigen Datencentern wie die NSA/ GCHQ etc. Die Effizienz kann man sich entsprechend vorstellen.

    47:43 Johnny:
    „Das die älteren, ehemaligen Bürger der DDR auf den Straßen stehen müssten, wenn so was wie Snowden passiert …“

    Ich glaube das Stasi Thema war für viele DDR Bürger eher drittrangig. Die Leute hat es 1989 größtenteils wg. der schlechten materiellen Versorgung auf die Straße getrieben. Dazu kamen der Wunsch nach diversen Freiheiten und eine Wut auf die verstaubte Führungsriege. Nur die paar Leute aus den Bürgerrechtsgruppen forderten die Stasi abzuschaffen, weil sie am stärksten von der Überwachung betroffen waren.

    Statt zu demonstrieren, könnten die Ostdeutschen auch schadenfroh sagen „Wir haben unseren Geheimdienst abgeschafft, was macht ihr Nachbarn?“.

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