Südafrika, 2010 (19): Südafrika zelebriert eine Niederlage

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Man könnte das ja so sehen: Sie sind der erste WM-Gastgeber in der Geschichte, der es nicht über die Vorrunde hinaus geschafft hat. Sie haben gegen Uruguay ein ziemlich desolates Spiel abgeliefert und haben es nicht geschafft, einer französischen Mannschaft, die nur noch auf dem Spielberichtsbogen existierte, mehr als zwei Tore zu verpassen. International ist ihre Mannschaft nach wie vor bestenfalls zweitklassig. Und jetzt ist die Party vorbei. Nach gerade mal drei Spielen.

Oder man könnte es so sehen: Sie habe alles gegeben, haben gekämpft wie die Löwen, haben nur einmal verloren, daneben ein respektables Unentschieden geholt und den Vizelweltmeister geschlagen. Wir können stolz sein auf unser Team, darauf, dass wir hier die WM haben — und wir können uns freuen, dass die Party noch zwei Wochen weitergeht. Wir sind draußen, ok, aber dann untersützen wir jetzt eben die anderen afrikanischen Mannschaften. Oder Germany. Oder Brazil. Hauptsache: Party. Und die feiern wir jetzt, hier und heute. Weil wir keine Verlierer sind.

In Südafrika haben sich die Menschen für die letztere Variante entschieden. Mit gutem Recht. Die Zeitungen sind voll mit Lobeshymnen auf die Bafana. Und was die Menschen gestern abend im Fanpark gemacht haben, sehen Sie ja selbst. Keine Spur von Trauer.

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