Flattr – ein Selbstversuch

Bevor Sie darauf kommen, gebe ich es lieber gleich zu: Ja, ich widerspreche mir selbst. Ich hatte auf dieser Seite angekündigt, nicht mitflattrn zu wollen, meine eigene Argumentation dagegen dürfen Sie gerne hier nachlesen (und mich dann als inkonsequent beschimpfen). Aber man soll ja nicht über Dinge reden, die man im Grunde gar nicht kennt. Also habe ich die Gelegenheit genutzt, dass mir jemand freundlicherweise eine Einladung zukommen hat lassen. Demnach: ausprobieren.

Ich erwarte mir von diesem Button keine wirklich nennenswerten Einnahmen. Und meine generellen Bedenken sind auch noch nicht restlos verschwunden. Aber nachdem ich für den „journalist“ eine Geschichte darüber geschrieben habe (mit dem Tenor, davon keine nennenswerten Einnahmen zu erwarten), finde ich so einen kleinen Selbstversuch ganz interessant. Obwohl ich mir ja — zugegeben — immer noch komisch vorkomme, meinen Lesern quasi eine dezente Zahlungsaufforderung zukommen zu lassen. Und weil ja auch immer noch das immense Risiko besteht, dass am Ende einer Flatttr-Monatsabrechnung eine dicke, fette „null“ steht. Was wiederum bedeuten würde, dass keinem Menschen kein Text auch nur einen Cent wert war, was — ebenfalls zugegeben — etwas ernüchternd wäre. Der Lackmustest für ein Blog via Flattr.

Falls Sie wissen, was Flattr ist: hier aufhören zu lesen und schon mal meinen Dank für den einen oder anderen Klick entgegennehmen.

Falls Sie es nicht wissen: Um einen Beitrag oder eine ganze Seite flattrn zu können, müssen Sie selbst einen Account bei Flattr haben. Dort legen Sie sich ein Guthaben an, das Sie dann mit einem Minimum von 2 Euro monatlich ausgeben können. Der Wert Ihres Klicks richtet sich nach der Zahl der Klicks im Monat. Wenn Sie also nur einmal im Monat klicken, ist Ihr Klick 2 Euro wert. Klicken Sie zehnmal, sind es noch 20 Cent. Alles andere können Sie sich leicht ausrechnen.

Und wenn Sie gar nicht flattrn wollen: Selbstverständlich dürfen Sie dieses Blog auch dann gerne weiterlesen.

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2 Kommentare

  1. Naja, selbst wenn am Ende eine fette Null steht, ist das wahrscheinlich immer noch mehr als am Ende bei einem lustigen Fernsehsender namens Sky. Da fragt man sich doch spontan, warum die Dampfplauderer eigentlich immer in der Bloggerszene vermutet werden. Aber das ist schon wieder ein ganz anderes Thema. Viel Erfolg jedenfalls…

  2. Also noch ein „Embedded Journalist“ für Flattr…
    Wie bei den echten folgt nach dem Hype dann doch mal die Objektivität, ich bin gespannt auf Ihre Erfahrungen.
    Leider kann ich sie auf diesem Wege nicht honorieren, ich wurde leider nie eingeladen. Ich werde auch niemanden darum anbetteln bezahlen zu dürfen, stehe Flattr allein deswegen bereits jetzt eher skeptisch gegenüber. Weitergehende Informationen bzgl. Datensicherheit und Betreibern liessen mein Interesse gegen 0° K gehen.

    So ging es mir übrigens schon bei Google Wave und da ging es nicht um Geld…

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