Wenn Journalismus zum Posing wird

Smartphones, Apps und Social Media: Damit ließe sich ein komplett neues journalistisches Storytelling definieren. Bisher aber kommt nicht sehr viel mehr raus als langweiliges Posing und ein paar Kommunikationsattrappen. Kein Wunder, dass die Polarisierung ganzer Gesellschaften immer schneller vorwärts geht. “Read

Digitales Mittelalter im Jahr 2017

Sommer 2017, die Welt digitalisiert sich. Die ganze Welt? Nein, eine ganze Reihe deutscher Unternehmen tut immer noch so, als ginge sie das alles nicht so richtig was an…“Read

Polarisierung: Der Deutsche hat es lieber faktisch

Gemessen an vielen anderen Gesellschaften geht es uns in Deutschland prächtig, wenn es um das Vertrauen in Medien geht. Und um einen gemeinsamen gesellschaftlichen Konsens. Der Digital News Report 2017 des Reuters Institute kommt jedenfalls zu dem Ergebnis, dass sich in Deutschland vieles in der Mitte abspielt. Dass es eine Polarisierung wie beispielsweise in den USA oder neuerdings auch in Großbritannien nicht gibt. Und dass Populismus trotz einer AfD in Deutschland immer noch nicht sehr salonfähig ist. “Read

Digitalisierung: Verlage zwischen Theorie und Praxis

Die analoge Medienwelt ist beinahe endgültig tot. Sagt die neue PWC-Studie“Media Outlook“. So banal, so einfach, so nachvollziehbar. Und trotzdem klaffen beim Thema Digitalisierung zwischen Theorie und Praxis in Deutschland immer noch himmelweite Unterschiede…“Read

Das Jahr, in dem das Fernsehen starb

Heute und morgen noch ein bisschen Fußball – und dann lange, sehr lange Sommerpause im Programm. Aber das ist nicht der einzige Grund, warum wir uns irgendwann mal erinnern werden. An 2017. Das Jahr, in dem Fernsehen zu sterben begann. “Read

Spiegel Daily: Nur 1 Minute Lesezeit!

Seit Dienstag, 17 Uhr, gibt es „Spiegel Daily“. Ein Projekt, das nicht nur mal eben die Zukunft von Tageszeitungen neu definieren wollte, sondern zudem dem gebeutelten Haus auch ein paar Erlöse bescheren sollte. Nach dem Blick auf die Erstausgabe ahnt man: Bis dahin ist es noch ein sehr langer Weg. “Read

Der digitale Kreativitäts-Schub im Journalismus

Streaming-Angebote im Netz boomen, während TV immer öder wird. Kreativer Journalismus sammelt mal eben Millionen für seine Finanzierung ein, während konventionelle Angebote in Routine erstarren. Der Trend: Der digitale Wandel setzt enorme kreative Potentiale frei – nur nicht bei jedem…“Read

Vier Wünsche an die neue Tageszeitung

Es könnte alles so einfach sein: Heute früh ist die Mail des zuständigen Kollegen der offensichtlich etwas erratisch kommunizierenden Tageszeitung gekommen – und siehe da, die Sache hat sich geklärt: Ich hatte nach einem Zustell-Reklamations-Formular gegoogelt und bin auf einem alten gelandet, das irgendwo noch im Nirvana des Netzes vorhanden war. Deswegen eine leere Antwort und das beim Leser zurückbleibende Gefühl, dass man sich nur sehr bedingt um ihn kümmert. Der Kollege hat eine ausgesprochen freundliche Mail geschrieben und schon ist alles wieder gut. “Read

Das Mittelmaß ist am Ende

Nach zwei Monaten als Abonnent einer Allerweltszeitung gebe ich wieder auf. Mit der Erkenntnis, dass weder dieses Internet noch die Umsonst-Kultur der größte Feind dieser Blätter sind.  Viel gefährlicher: gelebtes Mittelmaß und eine erstaunliche Wurstigkeit in einer Branche, in der man so etwas Altmodisches wie Leidenschaft immer noch gut gebrauchen könnte. “Read

Flachsinn in der Filter Bubble

Diese Geschichte hier benötigt einen mittellangen Vorlauf. Ich habe mich sehr lange der Szene der Digitalisten sehr zugehörig gefühlt. Wenn jemand die Auffassung vertrat, zu viel flaches Zeug im Netz sei nicht allzu gesund, hat das bei mir schnell Reflexe ausgelöst. Ich dachte dann sofort an Menschen der Kategorie Manfred Spitzer, die grundsätzlich alles für gehirnschrumpfend halten, was nicht auf Papier oder noch besser Buchseiten gedruckt ist. Ich habe an eine Print-Kamarilla geglaubt, die aus reinem Eigeninteresse alles verhindern will, was digital ist. Meistens kam ich mir vor wie in den späten 70ern, in denen es gerne mal hieß, Fernsehen führe zur Totalverblödung. Flachsinn im TV also immer, nur im Netz nicht?

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