Rezo und die Rockstars

Rezo auf den Titeln von „Spiegel“ und „Stern“, die Grünen als neue stärkste Partei, Kanzler Habeck ante Portas (oder doch lieber Frau Baerbock?) und die ganze Politik im Umbruch, die Jugend übernimmt das Kommando: Das aktuell als plausibel erscheinende Weltbild ist von allem symptomatisch dafür, wie sich Journalismus und soziale Netzwerke inzwischen gegenseitig hochschaukeln: immer schneller, lauter, schriller, zugespitzter. Da wird aus einem harmlosen YouTuber plötzlich ein Mann, der Regierungen stürzen kann und eine Partei wird innerhalb von zwei Jahren von der kleinsten zur größten Partei.

Das Rützel-Scharmützel und warum manchmal weniger Social Media mehr ist

Im vermeintlich sozialen Netz ist gerade mal wieder die Hölle los gewesen. So höllisch, dass es zunehmend zu einem unwirtlichen Ort wird. Man muss nicht mal ausgeprägte Digital-Skepsis besitzen, um sich zu denken: Social Media ist ganz schön krank geworden.

Der Quartals-Rant zu Facebook, Ausgabe 2/2019

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Der ORF hat sein Facebook-Engagement erheblich reduziert – und bei mir mein übliches quartalsweises Zweifeln ausgelöst: Müssen wir da wirklich alle sein oder überwiegen die Nachteile nicht eindeutig die Vorteile? Ich muss zugegeben: So stark wie in diesem Quartal waren meine Zweifel noch nie.

Twitter und Facebook: Gehen oder bleiben?

Jeden Tag, wenn ich meine Social-Media-Kanäle öffne, kommt dieses merkwürdige Gefühl auf, das mit Ambivalenz wenigstens halbwegs vernünftig beschrieben ist. Auf der einen Seite durchaus so was wie Freude, weil es Nachrichten und Menschen gibt, die man immer wieder gerne liest. Gleichzeitig kommt aber auch die Ahnung, dass es mir in absehbarer Zeit die Laune verhageln wird. Weil soziale Netzwerke ja auch immer das sind: latente Zeitverschwendung, eine Bühne für selbstverliebte Narzissten, Schauplatz von Pöbeleien und Ausfälligkeiten, dazu muss man nicht Franck Ribéry sein. Was überwiegt? Keine Ahnung. Hängt mit der Tagesform zusammen; mit meiner eigenen und mit der der anderen.

Die Milchkannen-Republik: Wo Facebook die Krönung der Innovation ist

Medien-Deutschland ist gerade dabei, sich bei der Digitalisierung zufrieden zurückzulehnen, weil man ja irgendwie ganz schön weit ist. Dabei tauchen deutsche Unternehmen in internationalen Innovations-Rankings selten auf. Vermutlich deshalb, weil auch im Medien-Betrieb die Milchkannen-Einstellung vorherrscht: 5G und den anderen Quatsch braucht man ja nicht überall. Medien-Deutschland kurz vor dem nächsten Jahrzehnt: ein Land im Selbstverzwergungs-Zustand.

Vergesst die Hand – jetzt kommt die Sprache!

Bevor jetzt wieder die beliebten 5/10/20-Megatrends des kommenden Jahres diskutiert werden – ich biete für 2019 nur einen an: Sprache! Das ändert nicht nur für Nutzer einiges. Sondern auch und gerade für Medienmenschen.

Medienwandel: Weniger Buch, mehr Podcasts, mehr Kolumne

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Vor ziemlich genau 10 Jahren habe ich mein erstes Buch zum Thema „Medienwandel“ veröffentlicht. Es trug den damals außergewöhnlich originellen Titel „Crossmedia“, an dem alleine man schon erkennt, wie schnell sich die Dinge schon wieder geändert haben. Wenn heute noch jemand ein Seminar zum Thema „Crossmedia“ anböte, er würde sich schnell als leicht zurückgeblieben outen. […]

Wie ich die Digitalisierung jeden Tag aufs Neue überlebe…

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Es ist noch gar nicht so lange her, da konnten wir die Welt in zwei Lager einteilen, wenn es um die Digitalisierung ging: in die der Technik-Optimisten (also: wir alle, die wir uns aufgeschlossen im Netz herumtreiben) und die der Technik-Verweigerer. Meistens meinten „wir“ damit Zeitungsverleger und Fernsehsender und all die anderen, die meinten, das […]

Bitte überprüfen Sie Ihre Datenschutz-Einstellung!

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Datenschutz – wird jetzt alles besser? Dr. Daniel Schnurr, Wirtschaftsinformatiker an der Universität Passau, spricht im Video-Interview über die Konsequenzen aus dem Facebook-Datenskandal und wie User sich den Wert ihrer Daten bewusst machen können.