das imperium schlägt zurück

aha – das imperium (in diesem fall murdoch) will also zurückschlagen…

„Es gibt keine höhere Priorität für die Company, als ihre Internet-Präsenz bedeutsam und profitabel auszubauen“, sagte Murdoch kürzlich bei einer Konferenzschaltung mit Investoren und Wall-Street-Analysten. Er wolle sein florierendes Mega-Milliardengeschäft aus News, Sport und Entertainment fortan vor allem auch „via Internet in der ganzen Welt versilbern“.

die ganze geschichte dazu gibts hier.

frag den leser – vorher!

zum festen oldmedia-selbstverständnis und der klassischen journalistenausbildung gehört, dass der zeitungsleser um seine meinung quasi nie gebeten wird. von einigen zumeist als alibi verwendeten leserbriefspältchen abgesehen, kommen lesermeinungen und interaktionen mit der werten kundschaft de facto nicht vor. klare linie: wer seine meinung äußert, ist „die zeitung“. wer in form eines leserbriefs eine replik veröffentlichen kann, darf sich geschmeichelt fühlen.

dass man zur meinungsfindung innerhalb der redaktion VOR einer kommentierung die leser einbezieht – nach diesem selbstverständnis völlig undenkbar und in deutschland (vorsicht, es folgt ein bewusster verstoß gegen die grammatik) noch undenkbarer. oder kann sich irgendjemand wirklich vorstellen, wie in einer redaktionskonferenz einer durchschnittlichen deutschen tageszeitung ernsthaft darüber nachgedacht wird, was ein leser denken könnte?

anders, mal wieder, in den usa. dort, wo man großteils erkannt hat, dass elektronische medien auch eine echte chance für die altherkömmlichen zeitungen sein können, darf sich der leser beispielsweise in seattle schon während der redaktionskonferenz an der meinungsfindung beteiligen.

teilhabe an der eigenen zeitung – klingt quasi basisdemokratisch. und würde hierzulande vermutlich fast jedem chefredakteur einen schauer über den rücken jagen.

wo kämen wir denn da hin?

cry baby cry

ebensowenig, wie old media unbedingt die abgehalfterte vergangenheit sein muss, ist new media unbedingt die zukunft. dass „minga.de“ versucht, den zeitungen in bayerns kapitale etwas dampf zu machen , ist ehrenwert. dass ich dabei relativ häufig auf umgetextetes material aus genau diesen zeitungen stoße, finde ich dann wieder eher bedauerlich.

und dieses inteview hier liest sich ein bisschen nach new-economy-duktus. wir machen sie gerade alle mal eben rund mit unseren neuen ideen – die welt wartet auf uns.

habs gelesen, meinen kopfhörer rausgekramt und passend dazu einen meiner beatles-alltime-favourites aufgelegt: cry baby cry…you´re old enough to know better, so cry baby cry…“ wer den song nicht hat – besorgen! ihr versäumt melancholischen lennon-zynismus vom allerbesten. wer nicht weiß, wo er drauf ist: „white album“, cd 2.

so. genug mit der beatles-nachhilfe. musste ich nur mal loswerden.

gähn.

frau merkel nominiert ein kompetenzteam. frau nahles ist von diesem kompetenzteam nicht so sehr überzeugt. jeder 14-tage-praktikant in einer nachrichtenredaktion weiß, dass das eine nullnachricht ist.

warum „focus online“ solche langweiler prominent publiziert und das dann auch noch blog nennt, keine ahnung. dass hildegard müller und ähnliche gestalten paralell noch mitbloggen dürfen, macht es nicht besser.

blogs mit feigenblattfunktion.