blogs!

noch zwei kleine lesetipps für die 43k der djs, die sich heute mit dem thema blogs beschäftigt hat (und natürlich auch für alle anderen, die es interessiert).

erstens war thomas so nett (wie heute nachmittag gesehen), das thema für euch in seinem blog aufzubereiten.

zweitens noch ein gutes summary von fabian mohr aus seinem momentan leider stillgelegten notebook. hat zwar schon ein paar tage auf dem buckel, ist aber dennoch hilfreich.

merkel makellos (II)

nachtrag zur merkel-geschichte (die mit dem schweißfleck). heute bei kress.de gefunden:

Jetzt hat der Sender zugegeben, dass das Foto manipuliert wurde. Ein freier Mitarbeiter habe einen Schweißfleck von dem Foto entfernt, sagte am Mittwoch der BR-Multimedia-Chef Rainer Tief. Damit habe er gegen BR-Prinzipien verstoßen. Das retuschierte Bild sei sofort aus dem Online-Dienst entfernt worden. Der DJV Deutsche Journalisten-Verband nahm den Vorfall zum Anlass darauf hinzuweisen, dass Pressefotos, die technisch bearbeitet und verändert werden, gekennzeichnet werden müssen. Das gilt auch für Schwitzflecken von Spitzenpolitikern.

die ahnung („ich weiß es nicht, aber es würde mich nicht wundern, wenns stimmen würde“) hat sich als wahr rausgestellt. dass man das als fehler eines freien darzustellen versucht…nun ja. erstaunlicher und ärgerlicher ist da schon, dass der br gestern noch genau das getan hat, was man eigentlich als journalist heftig zu kritisieren hätte – nämlich rundheraus etwas dementiert, was für jeden zu sehen war.

o-ton br-online von gestern: „so einen unsinn machen wir nicht.“

1 euro fürs phrasenschweinderl

dritter tag mit der 43 k der djs. heute längere debatten über zeitungszukunft im digitalen zeitalter. natürlich gibts keine königswege (1 euro fürs phrasenschwein, ich weiß…), klar aber ist, dass sich einiges verändern wird (noch 1 euro…).

meine these dazu: dem großteil der verlage ist dies in seiner ganzen konsequenz nicht klar. „weiter so“ funktioniert nicht. vor der klasse händeringend nach einem beleg für diese theorie gesucht, dann zufälig im blog von thomas mrazek auf einen gestoßen, auch wenn er nicht von einem verlag, sondern nur von markus söder stammt, grundsätzlich aber in dieser form auch von einem verlag stammen könnte (spätestens bei den münchner medientagen werden wir so etwas wieder oft hören):

„Die Tageszeitung in Deutschland steht vor zahlreichen wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen und Chancen. (…) Nach der Überwindung des Tiefpunkts der Medienkrise 2003 sei es jetzt wichtig, wieder mehr Leser und Anzeigenkunden zu gewinnen. (…) Man war sich einig: Mit neuen Strategien, innovativen Formaten und Qualitätsjournalismus werde der Zeitungsmarkt auch zukünftig wirtschaftlich unabhängig bleiben, um auch die Presse- und Meinungsfreiheit zu wahren.“

kurz gesagt: wenn alles wieder so wird, wie es früher war, wird alles wieder gut.

back to earth

heute erster tag mit der klasse 43 k der djs. abschlusswoche, crossmedia, online, multimedia, die zukunftsthemen halt.

begegnung mit der realität und insofern gut geeignet zum gegencheck mit dem, was man zu wissen glaubt, wenn man sich mit medialer zukunft intensiv beschäftigt.

auffäligkeit nr.1: rss, weitgehend unbekannt. erstaunlicherweise: podcasting geläufiger als rss. obs am momentanen medienhype liegt? ich meine, immerhin hat sogar die sz dem thema podcasting jetzt mal ne viertelseite eingeräumt und wenn sowas sogar schon im leib- und magenblatt des aufgeschlossenen oberstudienrats steht…

auffälligkeit nr.2: blogs besitzen auch für die 16 klugen köpfe dieser djs-klasse nicht mal ansatzweise jene relevanz, die wir uns als blogger in einem anflug von selbstgefäligkeit gerne mal selber zuschreiben.

auffälligkeit nr.3: von einem durchaus hochkarätigen multimediamanager gehört, der angeblich nicht mal google kennt. nee, der mann war nicht von schrottwagenscout24.de oder ähnlichem wahnwitz, sondern von einem großen portal. obs stimmt, weiß ich nicht, aber alleine die vorstellung, dass ich mir vorstellen kann, dass es stimmen könnte, bringt mich wieder back to earth.

am abend dann noch auf ein schnelles helles mit meinem alten freund mike, der mann mit den ungewöhnlichsten talenten, die ich kenne. hauptberuf golflehrer, nebenberuf multimediaagenturinhaberchef. hat bisher alle multimediaprojekte klaglos gestemmt, die man ihm hinlegt und ist als golfprofi bisher nur an einer unüberwindbaren hürde gescheitert: mir das golfen beizubringen.

von podcasting hatte allerdings auch mike bisher noch nix gehört.

ich gebe zurück an die angeschlossenen sendeanstalten.

bewegende nachrichten

eine zeit lang galten bewegte bilder als einer der wesentlichen bestandteile der zukunft des multimedialen journalismus. als dann die controller kamen, galten sie als …bäh: zu teuer, zu aufwändig, zu wenig refinanzierbar.

jetzt sind sie wieder da, die videos. neuerdings auch bei jemanden, bei dem man es gar nicht so vermutet hätte.

ob die controller alle wieder weg sind? weiß ich nicht.

kein schöner land…

eine woche in der ard. emig weiter in knast, mohren im knast, knapp 7o sendungen für weitere ausstrahlungen vorläufig gesperrt, jetzt auch „kein schöner land“ unter verdacht. delling wird von ard-sales bezahlt und tritt als bezahlter lilalaunebär für netzers werbepartner dit auf. moderiert trotzdem weiter fröhlich die tagesthemen. hr-reitze sagt, das sei grundsätzlich schon ok mit den produktionszuschüssen, wdr-pleitgen fordert (na, kommen sie drauf?) aufklärung und vom rest ist eigentlich nicht viel zu hören.

„tagesschau“-schauen ist momentan ein bizarres vergnügen, wenn sie wieder die neuesten wasserstandsmeldungen aus dem eigenen haus verlesen.

werde genau hinhören, wenn irgendwo in der ard demnächst mal wieder rücktritte von politikern und wirtschaftsgrößen gefordert werden und das zurückweichen von moralischer hygiene beklagt wird.

relaunch bei msnbc.com

msnbc.com hat aufgeräumt. relaunch wirkt auf den ersten blick gelungen. dem alten angebot hatte man doch sehr angemerkt, dass an das ursprüngliche und doch schon etwas angegraute konzept im lauf der jahre immer wieder neue applikationen angedockt wurden. wirkte dann wie ein fachwerkhaus, dem man sukzessive einen oberbayerischen landhausbalkon und einen klinkeranbau verpasst hat.

jetzt: heller, stylisher, übersichtlicher. man weiß, was msnbc zu bieten hat – und deswegen ist es auch nicht mehr nötig, jede kleinigkeit ins schaufenster zu legen. sehr schön: webcast, videos übersichtlich und schnell abrufbar.

hat übrigens auch pro7 schön gelöst, das thema. empfehle sehr den wilderer.

woid ganga. reh. umgfoin.

zum schreien.