Tief im Westen (8): Und tschüss!

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Das eigentlich Beunruhigende an solchen Seminaren ist ja, dass man kaum merkt, wie die Zeit fliegt. Vor neun Tagen bin ich hier angekommen und dachte, jede Menge Zeit zu haben, um das Ruhrgebiet besser kennenzulernen. Zeit gehabt habe ich keine Sekunde und bei all denen, denen ich ein gemeinsames Bier in Aussicht stellte, kann ich […]

Tief im Westen (7): Dinslaken

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Die Zeche Lohberg liegt inzwischen seit fünf Jahren still und zumindest in ihrem Inneren hat sich seit der Stillegung fast nichts verändert. Wenn man also man die seltene Möglichkeit hat, das Innere dieser ehemaligen Zeche zu betreten, die Kauen, die engen Gänge, dann sollte man das unbedingt nutzen. Von einer sehr eigenen Ästhetik einer solchen […]

Passau – oder: Ein Tod mit Ankündigung

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Geht es nach der Mehrzahl der Verleger, dann leidet das Zeitungsgeschäft in erster Linie unter ein paar Dingen, die man einfach nur abstellen muss — und alles wird wieder gut. Google, die öffentlich-rechtlichen Sender und die Kostenloskultur, der Geburtsfehler des Internet. Alles Dinge, für die man selber nichts kann, die man aber mit ein bisschen […]

Wie es dem Journalismus an den Kragen geht

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Zu Beginn des 21. Jahrhunderts geht es dem Journalismus  aufgrund der aktuellen kapitalistischen Wende sprichwörtlich an den Kragen: Er verliert das strukturelle und personelle Rückgrat, mit dessen Hilfe er zum unabhängigen Kontrolleur staatlicher Macht und zur gesellschaftlichen Kontrollinstanz der Moderne aufsteigen konnte. Das wachsende Ungleichgewicht von Markt und Macht, ausgelöst durch den Würgegriff der Ökonomisierung […]

Tief im Westen (7): Marxloh

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Dass es mich gestern nach Duisburg verschlagen hat war Zufall. Aber natürlich sieht man die Stadt mit anderen Augen, wenn man die katastrophale Loveparade noch im Hinterkopf hat. Ein Plakat mit den Klitschkos am Hauptbahnhof mit dem Spruch „Mach dich fit für die Loveparade“ wirkt drei Tage danach wie ein lächerlich-trauriger Zynismus. Sonst sieht man […]

Südafrika, 2010 (27): Epilog

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Natürlich weiß ich, dass ich Sie mit meinen Erzählungen aus Südafrika lang genug genervt habe. Trotzdem, noch ein kleiner Nachtrag. Wir haben ja auch ganz klassisch analog dort gearbeitet und ein 64-Seiten-Printmagazin hergestellt (neben unserem Onlinemagazin. Ich kann sowas wie Print übrigens auch — und doch, das werde ich wirklich manchmal gefragt). Das Heft wird […]

Tief im Westen (6): Die letzten Stunden der Loveparade

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Es gibt Momente, in denen hält man eine Nachricht, die man bekommt, erst einmal für einen absurden Witz, so unfassbar klingt sie. So war es am Samstag, als bei uns, die wir irgendwo entlang der Emscher radelten, Anrufe von zwei Kolleginnen eingingen, die lieber zur Loveparade wollten als an die Emscher: Eine Massenpanik sei ausgebrochen, […]

Tief im Westen (5): Gelsenkirchen-Ückendorf

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Gelsenkirchen-Ückendorf gehört zu diesen Stadtteilen, die so sind, wie man sie sich vorstellt:  Sie haben so ein bisschen was kieziges und natürlich kann man sie hip finden oder zumindest irgendwie idyllisch. Die Realität ist jedenfalls bestenfalls ein Versprechen auf die Zukunft, weil die Probleme, die sich in der einstigen  Boomtown angesammelt haben, unübersehbar sind. Mit […]

Tief im Westen (4): Fade to grey

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Ich glaube, mit meiner Begeisterung für den Ruhrpott wird das nix mehr. Nach wie vor kann ich nicht erkennen, was so großartig an dieser Gegend sein soll. Das Projekt „Kulturhauptstadt“ hat mich bisher keineswegs überzeugt. Wenn es wirklich so ist, dass ein solcher Titel damit verbunden ist, dass man die Besonderheiten einer Region darstellt, dann […]

Tief im Westen (3): Im Museum

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Soll ja keiner sagen, es würde nicht gearbeitet hier: 0.17 Uhr ist es jetzt und so langsam nimmt unsere Seite zum Thema Ruhrgebiet erste, kleine Formen an. Ab heute nachmittag wird hier mehr und mehr zu sehen sein, als erste kleine Einstimmung gibt´s schon mal ein paar Eindrücke vom Museum Folkwang, die ich heute abend […]